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  • Sabrina

Verlaufen ist auch ein Weg

Ja, ich habe mich verlaufen... gleich zwei Mal. Aber von vorne:

Vor ca. 2 Wochen habe ich eine längere Tagestour im Taunus geplant und mir total fein auf der Karte alle Wege und Markierungen rausgesucht, den ganzen Kram kurz in Outdooractive gehauen um die Distanz zu berechnen und alles hat gepasst. Gestern bin ich die Tour dann mehr oder weniger gelaufen.


Der Plan: Vom Wanderparkplatz Forellengut auf dem roten Kreuz bis zur Hohemark, dann auf den roten Punkt bis zum Sandplacken. Von dort aus ein kleines Stück auf dem blauen Kreuz bis der rote Strich kreuzt, dann auf diesem weiter bis zur Homburger Hütte und von dort aus auf dem Keiler oder der Libelle zurück zum Parkplatz. Alles klar? Falls nicht, hast du wohl keine Wanderkarte vom Hochtaunus 🤨

Die Tour hätte recht einfach zu finden sein sollen, wenn da nicht diese elenden Markierungen wären. Ich weiß inzwischen, wie Wege markiert sein sollten und an welchen Stellen es zu Problemen kommen kann (wenn ein Baum mit Zeichen gefällt wird, beispielsweise). Vor allem weiß ich, dass an Kreuzungen lieber ein mal zu viel als zu wenig markiert werden sollte. Gestern habe ich dann auch gemerkt, warum das so ist. Ich habe nämlich an einer Kreuzung erst gar keine Markierung im Sichtfeld gefunden und bin deshalb weiter gelaufen. Insgesamt ein Umweg von 2 Kilometern. Dann habe ich wahrscheinlich irgendwann eine zweite Kreuzung übersehen, habe improvisiert und bin auf einem Fahrradpfad gelandet, der mich auch an mein Ziel geführt hat, nur deutlich mehr Höhenmeter hatte.


Bis auf die Verlaufer kann ich die Tour sehr gut weiterempfehlen. Laut Uhr waren es knapp 17 Kilometer, das Tracking von Outdooractive hat 18,5km angezeigt, wahrscheinlich liegt die Distanz irgendwo dazwischen. Am besten an der Tour gefällt mir der Wald rund um den Startpunkt. Hier ist es so entspannt und gerade jetzt im Herbst kommt das Licht perfekt durch die Baumkronen und ich bin immer ganz hingerissen von diesem Abschnitt. Zwischendrin wird es ein wenig stressig weil man etwas erhöht parallel zur Kanonenstraße, dem Highway durch den Hochtaunus, läuft. Nervig, hält aber nur 3-4 Kilometer an. Danach geht es über ein paar Höhenmeter wieder in den schöneren Wald Richtung Sandplacken, wo man einkehren könnte. Hier ist dann ein bisschen mehr los weil das ein beliebtes Ausflugsziel für Spaziergänge ist aber man lässt die Massen schnell hinter sich (die sind in der Regel auf dem Milan unterwegs). Dann geht es zu meiner Enttäuschung durch gerodetes Gebiet, bis man endlich wieder in dem schönen Wald landet und das sogar auf einem Naturpfad!



Hier ist die Tour (der erste Verlauf-Schlenker ist gut erkennbar, bitte nicht nachmachen):



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